FIFA-Präsident Gianni Infantino erklärte auf dem 49. ordentlichen UEFA-Kongress, dass die FIFA Klub-Weltmeisterschaft „allen Menschen“ die Möglichkeit biete, einen Weltmeister zu feiern
Beim diesjährigen Turnier in den USA mit 32 Mannschaften werden alle sechs Konföderationen und mehr als 50 Nationalitäten vertreten sein
Infantino spricht im serbischen Belgrad vor den Delegierten über die Pläne zur Erweiterung der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft™ und des Olympischen Fussballturniers der Frauen, damit „der Frauenfussball noch mehr gefördert wird“
FIFA-Präsident Gianni Infantino erklärte in einer Rede vor dem 49. ordentlichen UEFA-Kongress in Belgrad, Serbien, dass die neue FIFA Klub-Weltmeisterschaft „allen Menschen“ die einzigartige Gelegenheit biete, Weltmeister zu werden.
Wenn am 14. Juni in den USA die erste FIFA Klub-Weltmeisterschaft angepfiffen wird, treten 32 der besten Vereinsmannschaften der Welt gegeneinander an, um den ersten echten Klub-Weltmeister der schönsten Nebensache der Welt zu krönen.
Nur acht Nationen haben jemals eine FIFA Fussball-Weltmeisterschaft™ gewonnen. Da jedoch alle sechs Konföderationen bei der FIFA Klub-Weltmeisterschaft 2025 vertreten sind und die Vereine über Spieler aus der ganzen Welt verfügen, was den globalen Charakter dieses Sports unterstreicht, haben Milliarden von Fans die einmalige Chance, einem ihrer Landsleute dabei zuzusehen, wie er den höchsten Preis im Vereinsfussball gewinnt.
„An dieser FIFA Klub-Weltmeisterschaft nehmen Spieler aus 34 europäischen Ländern teil“, erklärte Infantino gegenüber den Delegierten. „Damit ist ein Land mehr vertreten als alle Länder Europas, die jemals an einer FIFA Fussball-Weltmeisterschaft teilgenommen haben, nämlich 33. Das eröffnet natürlich neue Möglichkeiten, und wisst ihr was? Nicht nur die Menschen aus acht Ländern können die FIFA Klub-Weltmeisterschaft gewinnen, sondern die aller Nationen.
„Darum geht es in unserem Sport.“ Das Ziel ist es, Leute und Kulturen zusammenzubringen. Interessanterweise spielen derzeit in den zwölf teilnehmenden europäischen Vereinen Akteure aus insgesamt 54 verschiedenen Nationen: Davon liegen 34 in Europa und 20 in fünf anderen Kontinenten. Europa vereint also bereits die Welt, und zwar die Welt des Fussballs, und genau dafür sind wir hier.“
Er wies darauf hin, dass 20% der Einnahmen aus dem neuen Wettbewerb an nicht teilnehmende Vereine gehen werden, und sagte, es handele sich um eine „unglaublich wichtige [Initiative], die das Wachstum des weltweiten Vereinsfussballs fördern wird“. Zudem ging er auf den mit DAZN geschlossenen Übertragungsvertrag ein, der es Fans auf der ganzen Welt ermöglicht, jede der 63 Partien des Turniers, darunter auch das Finale am 13. Juli, kostenlos zu sehen.
„Der Fussball ist die Sportart der Menschen und für alle da. Davon sind wir überzeugt“, fügte der FIFA-Präsident hinzu. „Wir wollen rund um den Globus neue Möglichkeiten schaffen, damit sich die Menschen weltweit beweisen und miteinander messen können.“
Dieser Grundgedanke war auch Teil des Aufrufs von Infantino, den Frauenfussball kontinuierlich voranzutreiben. Nach dem beispiellosen Erfolg der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2023™, der ersten Ausgabe nach der Erweiterung von 24 auf 32 Teams, soll das erstmals in Südamerika stattfindende Turnier 2027 in Brasilien an diese Dynamik anknüpfen. Auf der Sitzung des FIFA-Rats im März 2025 wurde die Einführung von zwei neuen Klubwettbewerben im Damenbereich bestätigt: die FIFA Frauen-Klub-Weltmeisterschaft™ ab 2028 und der FIFA Frauen-Champions-Cup™ ab 2026. Auf derselben Sitzung wurden die FIFA-Mitgliedsverbände der CAF und der Concacaf aufgefordert, sich um die Ausrichtung der FIFA-Frauen-Weltmeisterschaft 2031™ zu bewerben, wobei die Mitglieder der CAF und der UEFA ermutigt wurden, dasselbe für 2035 zu tun.
Der FIFA-Präsident teilte den Delegierten mit, dass der US-amerikanische Fussballverband Interesse an einer gemeinsamen Bewerbung mit anderen Mitgliedsverbänden aus der Region für das Turnier 2031 bekundet hat. Gleichzeitig gaben die jeweiligen Verbände aus England, Irland, Schottland und Wales bekannt, dass sie sich zusammen für das Turnier 2035 bewerben wollen. Infantino erklärte, dass diese Turniere der Beginn einer neuen Ära für den Frauenfussball sein könnten.
„Wie wir bei der Sitzung des FIFA-Rats vor dem Kongress im Mai weiter besprechen werden, ist es unsere Idee, auch hier die Zahl der teilnehmenden Mannschaften von 32 auf 48 zu erhöhen, um sie ab 2031 an die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft der Männer anzupassen“, kündigte Infantino an. „Die Weichen sind gestellt, damit die Ausgaben der FIFA Frauen-Weltmeisterschaft 2031 und 2035 in tollen Nationen stattfinden können, damit der Frauenfussball noch mehr in Schwung kommt.“
FIFA-Präsident Gianni Infantino nimmt am 49. ordentlichen UEFA-Kongress in Belgrad teil
Er erklärte auch, dass die FIFA mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) Gespräche über das Format des Olympischen Fussballturniers führe. Wie in Paris im vergangenen Jahr treten beim Olympischen Fussballturnier der Männer derzeit 16 U-23-Teams an, die auch eine festgelegte Anzahl von über 23-jährigen Spielern umfassen, während nur 12 A-Nationalmannschaften der Frauen um olympisches Gold kämpfen.
„Wir haben das IOC gefragt, ob es möglich ist, 16 Männer- und 16 Frauenteams antreten zu lassen. Das ist anscheinend nicht möglich“, erklärte Infantino. „Wir werden nicht locker lassen. Unser Vorschlag, den wir bereits intern diskutiert haben, wäre, einfach einen Tausch vorzunehmen, wenn es nicht möglich ist, jeweils 16 Teams zu haben.“
Das bedeutet, dass es bei den Olympischen Spielen 16 Frauen- und zwölf Männerteams geben sollte, um den Frauenfussball noch stärker zu fördern. Das sind wir den Frauen schuldig. Zudem können wir damit ein starkes Signal aussenden. Doch wir werden sehen, was daraus wird und wie wir den Fussball weltweit noch stärker vorantreiben und weiterentwickeln können.“