Vor vier Jahren war Ben Waine als Balljunge bei der WM
Seine Familie flog um den halben Erdball, um ihn ihn Polen zu unterstützen
Waine hofft auf ein einmaliges Geburtstageschenk am 11. Juni
Es ist das Jahr 2015 und Neuseeland richtet die FIFA U-20-Weltmeisterschaft aus. Der 13-jährige Ben Waine erlebt als Balljunge am Spielfeldrand, wie die Stars von morgen sich auf der Weltbühne präsentieren und hofft, eines Tages das Gleiche zu tun. Vier Jahre später ist es tatsächlich so weit: Der Youngster ist selbst einer der Akteure bei der FIFA U-20-Weltmeisterschaft Polen 2019. Seine Eltern sind ihm viele tausend Kilometer nachgereist und erleben mit, wie er von Spiel zu Spiel reift. Und da wir gerade vom Alter und vom Reifen sprechen: Waine wird am 11. Juni 18 Jahre alt und hofft, dass er diesen Geburtstag hier in Polen feiern kann.

Waine spielte im Auftaktspiel der Neuseeländer eine wichtige Rolle. Er trug zwei Treffer zum 5:0-Sieg der Junior All Whites gegen Honduras bei. Wir fragten ihn, ob die Arbeit als Balljunge oder die aktive Teilnahme an der WM mehr Stress verursacht.
"Spielen bedeutet mehr Stress. Man wird auf dem Platz ziemlich schnell nervös", so Waine in einem Exklusiv-Interview mit FIFA.com. "Als Balljunge war ich bei recht vielen Spielen eingesetzt. Ich erinnere mich noch, dass eines davon ein Spiel Neuseelands war. Und ich war auch bei Spielen von Argentinien im Einsatz. Ich war natürlich ganz aufgeregt, dass ich die Chance hatte, so nah an diese großartigen Akteure heranzukommen. Und natürlich habe ich angefangen, darüber nachzudenken oder besser davon zu träumen, wie fantastisch es wäre, selbst auf der anderen Seite der weißen Linie zu stehen und zu spielen."
Waine hat seinen Traum wahr gemacht. Allerdings war er bis vor Kurzem noch nicht ganz sicher, ob er denn einen Platz im WM-Kader Neuseelands bekommen würde. "Das stimmt. Es ist noch nicht lange her, da wusste ich noch nicht, ob ich mit im Flugzeug sitzen würde. Aber ich bin sehr glücklich, dass ich den Trainer überzeugen konnte. Ich bin der jüngste Spieler im Team aber ich fühle mich sehr wohl, fast wie zu Hause. Die Stimmung in der Gruppe ist fantastisch. Das ist einer unserer Erfolgsfaktoren. Wir sind wie eine Familie, die anderen Jungs sind wie Brüder für mich", so der Youngster mit einem leichten Glitzern in den Augen.
