Erste Sitzung der FIFA-Arbeitsgruppe für die Lizenzierung von Frauenfussballklubs am FIFA-Sitz
Vertreter aller sechs Konföderationen im Dialog über die Förderung höherer globaler Standards im Frauenklubfussball
Klublizenzierung wichtiges Instrument für die Professionalisierung und Entwicklung des Frauenklubfussballs
Die FIFA-Arbeitsgruppe für die Lizenzierung von Frauenfussballklubs hat diesen Monat am FIFA-Sitz in Zürich (Schweiz) ihre erste Sitzung abgehalten. Vertreter aller sechs Konföderationen haben dabei über den übergeordneten Rahmen diskutiert, der die weltweiten Standards im Frauenklubfussball verbessern und dessen Wachstum beschleunigen soll.
Die zweitägige Sitzung war der Startschuss für die Diskussion rund um die Frage, wie die FIFA und die Konföderationen die Klubs dabei unterstützen sollen, ihre Strukturen zu verbessern und mit den FIFA-Frauenklubwettbewerben ihre Entwicklung zu fördern, einschliesslich der FIFA Frauen-Klub-Weltmeisterschaft™, die 2028 erstmals ausgetragen wird.
Das Treffen, an dem Frauenfussball- und Klublizenzierungsvertreter der Konföderationen teilnahmen, war ein erster wichtiger Schritt bei den breit angelegten Konsultationen, die das weitere Wachstum und die Entwicklung des Frauenfussballs vorantreiben sollen.
Der Zeitpunkt dieser Initiative ist Ausdruck sowohl der Dynamik als auch der Herausforderungen des Frauenfussballs. Im letzten Jahr haben erstmals alle sechs Konföderationen bei den Frauen einen kontinentalen Klubmeister gekürt und mit diesem historischen Schritt gezeigt, wie weit der Frauenfussball schon gekommen ist.
Gemäss einer Studie mit 40 Spitzenvereinen im Frauenfussball erzielen 50 % weniger als USD 2 Millionen Einnahmen. Nur ein Viertel verfügt zudem über vollständig professionelle Kader und gar nur jeder achte Klub über eigene Trainingsanlagen.
Sara Booth, FIFA-Direktorin für Elitefrauenfussball, wies auf den Handlungsbedarf und die verfügbaren Angebote hin. „Der Frauenfussball entwickelt sich rasend. Viele Frauenfussballklubs auf der ganzen Welt verfügen aber immer noch nicht über professionelle Strukturen und einheitliche Standards, um ihr langfristiges Wachstum zu sichern. Wir müssen eine nachhaltige Grundlage schaffen, damit die Klubs wachsen können, weil sie die Basis für den Fussball und die nächste Generation von Spielerinnen sind“, betonte Sara Booth.
In der Arbeitsgruppe können alle sechs Konföderationen Fachwissen austauschen und die effektivsten Massnahmen ermitteln, um die Integrität der FIFA-Frauenklubwettbewerbe zu wahren und diese als strategisches Instrument für die weltweite Verbesserung der Standards im Frauenklubfussball zu nutzen.
Erörtert wurde ebenfalls die Schaffung eines gemeinsamen Aktionsplans zur kontinuierlichen Verbesserung der Standards mithilfe von Strategien, die auf die jeweiligen regionalen Gegebenheiten und Prioritäten zugeschnitten sind. „Die FIFA geht diese Herausforderung an zwei Fronten an: zum einen durch die Einführung des FIFA-Meisterpokals der Frauen und der FIFA Frauen-Klub-Weltmeisterschaft, die zum wichtigsten Turnier im Frauenklubfussball avancieren soll, und zum anderen durch Investitionen in die Klublizenzierung, um die Professionalisierung, die Standards, das Wohlergehen der Spielerinnen sowie ein nachhaltiges Wachstum im gesamten Frauenfussball zu fördern“, sagte Sara Booth.
Mit einem ganzheitlichen Ansatz zur Umsetzung von Mindeststandards fördert die FIFA kontinuierliche Verbesserungen im gesamten Frauenfussball sowie ein wettbewerbsfähigeres, tragfähigeres und dynamischeres globales Ökosystem, in dem die Klubs auf jeder Stufe besser gerüstet sind, um Spielerinnen, Fans und Gemeinschaften auch in Zukunft gerecht zu werden.